Montag, 12. Mai 2008

Tchau Brasil

Am Sonntag haben wir erst Body-Surfen und haben danach nochmal ordentlich gefeiert. Gestern hab ich noch ein wenig Andenken gekauft und eigentlich wollte ich schon vor einigen Minuten aus dem Haus. Deshalb Beeilung!
Die Zeit ist wieder sehr schnell vorbei gegangen, genauso wie sie es die letzten 5 Monate gegangen ist. Mir kommt es vor als wäre ich erst gestern angekommen. Erst recht, wenn ich mir meine damaligen Posts durchlese. Aber Ich freue mich auf USA!!






(ich)


(nicht ich)













C ya

Salvador

Und wieder einmal zurück in Rio. Diesmal wird es wohl aber erstmal die letzte Rückkehr für eine längere Zeit sein.

Die letzten Tage meiner Rundreise hab ich also in Salvador verbracht, der 3. größten Stadt von Brasilien (nach Rio und Sao Paolo). Die ehemalige Hauptstadt war einst der erste Ankunftsort von vielen Sklaven aus Afrika und auch deshalb besteht die Bevölkerung auch heute aus vielen Dunkelhäutigen. Und auch sonst hat man den afrikanischen Einfluß stark bespührt und gesehen. Zum Beispiel bei der Kunst, vor allem Musik die einem ständig in den engen Gassen umgeben hat und bei den vielen Capoeira Vorstellungen die man an jeder Ecke sehen konnte.










(Blick aus meinem Zimmer)
















(Jungs beim Capoeira-Üben)







Was mir auch positiv aufgefallen ist, ist dass ich weniger als Tourist angesehen und angesprochen wurde. Zum einen liegt es wohl daran dass ich im Norden ne Menge Sonne abbekommen habe, zum anderen bilde ich mir aber auch ein mich sehr gut an die brasilianische Kultur angepasst zu haben und mich dem entsprechend zu verhalten. Das freut mich. Auf der anderen Seite ist natürlich schade, dass ich gerade jetzt das Ende meiner Zeit hier gekommen ist.

Ich werde mich nochmal melden bevor ich am Mittwoch fliege...

Donnerstag, 8. Mai 2008

Oh Hübsche...

... so könnte man den Namen der Stadt übersetzen, die ich bis gestern erlebt habe: Olinda.
Die Stadt hat mich echt begeistert. Viele kleine Gassen mit vielen echt bunten Häusern neben einander und dann ab und zu eine schöne Kirche zwischen Palmen.



















Die Stadt ist sehr bekannt für ihren besonderen Karneval, der mehr "auf den Straßen" statt findet, wo alle mit Masken verkleidet sind und der für den Frevo bekannt ist, einen sehr anstrengenden Tanz mit Regenschirm. Ich hatte auch die Gelegenheit einem Orchester beim Proben dieser Musik zu zu hörn! Ansonsten gibt es dort viele Künstler die kleine gemütliche Läden haben, was sich auch durch die vielen Grafitties ausdrückt.











Abends haben wir wieder ordentlich Forró getanzt und ein Raggae-Festival besucht. Sehr entspannt.

Aufs Baden hab ich hier verzichtet.



Im Moment bin ich in Salvador, meiner letzten Station vor Rio am Sonntag (wahrscheinlich).

Bis zum nächsten mal

Mittwoch, 7. Mai 2008

Drachen

"Drachen" ist nämlich die Übersetzung von Pipa, was sie aber genau so gut hätten Paradies nennen können, denn es war echt wunderschön da. Von all den Küstenstädtchen die ich im Nord-Osten von Brasilien besucht habe, hat es mir dort am besten Gefallen. Es war leider schon ein wenig touristisch, aber der Ort hat eine einzigartige Atmosphäre mit sau vielen kleinen gemütlichen Bars und Restaurants teilweise direkt am Strand. Am Strand gab es auch gut Wellen und Wind, so dass es viele (Kite-) Surfer gab. Aber eigentlich hab ich es dort ziemlich ruhig angehen lassen und eher viel gelesen/gefaulenzt.













An einem der Abend bin ich relativ spät durch die Strassen gezogen auf der Suche nach einem nicht so touristischen und damit teuren Lokal. Und als ich mich dann so rumgefragt habe, hat mich eine Brasilianerin dann spontan zum Abendessen bei sich zu hause eingeladen und wir haben dann noch Wedding-Crusher mit ihren Freundinnen geschaut haben. Obwohl es auf Portugiesisch war und ich nichts verstanden habe, musste ich am lautesten Lachen, weil ich denn Film schon oft auf Englisch/Deutsch geschaut hatte und wusste was sie sagen. Komische Situation.

Noch bin ich in Olinda, fahre aber heute Abend weiter nach Salvador, meinen letzten Aufenthalt bevor ich wieder nach Rio zurück kehre.

Bis die nächstan Tage dann.

Sonntag, 4. Mai 2008

Raub

Premiere. Zum ersten Mal in Brasilien und generell auf meinen Reisen ist mir was passiert: Ich wurde ausgeraubt. Hier die ganze Story:

Spät am Abend bin ich mit einem Gelände-Bus aus Jeri gefahren. Für die ersten 2 Stunden war nicht an schlafen zu denken, weil wir wieder durch Sand-Dünen und Pfützen gefahren sind. Als wir wieder auf festen Straßen waren und alle in einen normalen Bus umgestiegen sind, konnte ich auch alle 4 Stunden schlafen, bis wir in Fortaleza angekommen sind. Auf dem Weg dahin hatte ich mich mit Hilfe von meinem Reiseführer und Berichten von anderen Travelern entschieden, dass ich der Stadt keinen Besuch abstatten will, was ich eigentlich generell nicht mache, denn wenn ich schon da bin finde ich kann man sich es auch anschaun. Diesmal aber nicht und so hab ich dann um 6 Uhr den Bus weiter nach Canoa Quebrada genommen. Dort hab ich ein echt nettes Hostel gefunden von wo ich aus meiner Hänge-Matte aus einen schönen Blick aufs Meer hatte.



Dann habe ich mir den Strand angeschaut, gelesen und mit Brasilianern Fußball gespielt. Dort habe ich auch einen Spanier getroffen, mit dem ich schon im selben Hostel in Jeri war. Er war mit einer Portugiesin unterwegs und zusammen haben wir ein Bierchen getrunken.










Als ich dann zurück im Hostel war hab ich gemerkt, dass ich den Schlüssel verloren hatte. Der Eigentümer hat dann einfach die Tür eingetreten. Ich hatte keine Zeit mehr mein Zimmer zu wechseln, weil ich mich mit den anderen schon verabredet hatte einen ganz speziellen Gottesdienst zu besuchen. Also hab ich die Tür so gut es ging geschlossen und bin los. Die Zeit in der Kirche war ... interessant und beinhaltete Ayahuasca. Jetzt kann ich mir schon vorstellen was ihr sagt: selber schuld ausgeraubt zu werden, wenn man die Zimmertür offen lässt und dann nicht mehr ganz bei Sinnen ist. ABER: in der Nacht ist gar nichts passiert.

Am nächsten Tag wollte ich eigentlich abreisen, habe mich aber von den anderen überreden lassen, länger zu bleiben. Dafür durfte ich auch in das Zimmer vom Spanier einziehen und brauchte für die Nacht also gar nix zu bezahlen. Den Tag über hab ich wieder ganz relaxt am Strand verbracht und abends sind wir wieder Party machen gegangen bei Live-Musik, die es hier ganz viel gab. Irgendwann am Abend kommt ne Frau auf den Spanier zu und redet mit ihm. Dann ist er ganz aufgeregt und deutet mir mit zu kommen. Im Rennen erklärt er mir dann dass in sein/unser Pausada (Hostel) eingebrochen wurde. Als wir endlich zu Hause angekommen waren, waren wir beide erst ganz verwirrt, weil mein Laptop noch so wie ich ihn verlassen hatte auf dem Esstisch stand, allerdings unseren kompletten Rucksäcke ausgeräumt waren. Im Endeffekt hat der Dieb unseren kompletten Sachen durchkramt aber fast nur Bargeld mit genommen. Dh. meine EC-Karte hatte ich noch genauso wie meinen Laptop. Mitgenommen hat er ungefähre 300 Euro und meinen Ipod. Scheiße, aber ich finde nochmal Glück im Unglück gehabt. Übrigens war die Polizei da und hat nach 10 Minuten gesagt, dass wir eine Liste von den gestohlenen Sachen machen sollen, sie kommen in 1 Stunde wieder, was sie nicht taten. Auch am nächsten Tag auf der Polizei Station (ich war auf das Schlimmste gefasst) wurden mir unter anderen Fragen gestellt wie „Spielst du Fussball?“ und „Hast du eine Freundin?“ woraufhin mir die nette Beamtin dann noch ein Bild ihrer Tochter gezeigt hat. Sieht eher schlecht aus, dass ich mein Zeug wieder bekomme...

Danach bin ich dann weiter gezogen nach Natal, wo ich nur die Nacht zum Tag gemacht habe und bis zum Morgengrauen Forró getanzt habe. Völlig verkatert bin ich dann in aller Früh (so gegen 13 Uhr) weiter gezogen nach Pipa, wo ich mich im Moment immer noch befinde und wozu ich mehr in den nächsten Tagen schreibe. Also mir geht’s gut und ich habe alle Höhen und Tiefen über-/durchlebt.

Meine letzten 10 Tagen in Brasilien sind auch angebrochen... Schluchts

PS: Wer hat schonmal Fliegen beim Sex beobachtet?