Samstag, 19. Juli 2008

Wohnen

Mooooin,
lange nicht mehr gemeldert. Was gibts neues?

Ich war letztes Wochenende mal kurz zu Besuch in Hofheim. Aber eigentlich nur weil ich mein Visum für Russland verlängern musste. War trotzdem ganz angenehm die Leutz mal wieder zu sehen. Hat sehr Spaß gemacht!

Dann bin ich am Montag gleich in meine neue Wohnung gezogen. Jetzt wohn ich ganz alleine, was auch sein mal cool ist (ich erinnere gerne an Doug wie er alleine zu Hause ist und daher nackig auf dem Sofa rumspringt und dabei Pizza ist).

Hier ein paar Fotos vom meiner UdSSR Wohnung:


(2 meiner 4 Türen die ich öffnen muss, wenn ich in meine Wohnung will)


(man beachte den Fisch am Esstisch)




(ich hab Blumen im Bad)


(ein Wasserhahn für Waschbecken und Wanne)


(der Blick von meiner Kloschüssel (Phil: ich kann von hier sogar Fernsehen! HA!))










(nicht Copacabana, aber trotzdem zu frieden)

Hier sind dann auch meine Telefonnummer, falls der eine oder andere mich mal anrufen will:
Handy: +7 962 9442796
Festnetz: +7 495 6881385

Ansonsten ist das Wetter im Moment leider sehr wechselnhaft. Von strömenden Regen bis glühende Hitze ist alles dabei (was leider im Anzug alles nicht so angenehm ist)!

Bis die Tage!

PS: Ich glaube die Hälfte ist schon fast vorbei! Wow!

Montag, 7. Juli 2008

Unter Freunden

Es ist mal wieder zeit sich zu melden. Eigentlich ist diese Woche gar nicht so viel passiert. Unter der Woche habe ich natürlich wieder jeden Tag „geschafft“. Und abends bin ich dann meistens schon so geschafft, dass ich nicht den riesen Bock hab nochmal was zu unternehmen. Am Donnerstag bin ich dann doch nochmal aus gegangen (um 0 Uhr gings los) und war dann auch dem entsprechend fertig, so dass auch Freitag Abend für mich nicht mehr daran zu denken war auf die Piste zu ziehen. Samstag bin ich dann zu einer großen 4th of July (amerikanischer Unabhängigkeitstag) gegangen wo ich ne Menge Ammis (und 2 Brasilianerinnen) getroffen hab, was auch mal wieder nett war, dauernd ne Sprache zu hören, die ich kann. Und war auch ein schöner Park.

Leider hat es dann wieder so angefangen zu regnen, dass ich mich nach Hause verzogen hab. Dazu muss man wissen, dass die Dachrinnen hier ihr Wasser direkt auf den Bordstein leiten, so dass man immer schön naße Füße bekommt. Und da es auch so gut wie keine Gullis (komisches Wort, stimmt so aber) gibt, entstehen immer riesigen Pfützen, alles noch nasser werden lassen.
Am Abend bin ich dann zu Björn und Sasha gefahren. Die hatten einige Freunde da und wir haben ne sehr gute Party bis spät in die Nacht gehabt.
Am nächsten Tag, was wieder alles grau und naß draußen, so dass ich lieber ein wenig im Bettchen geblieben bin und dann später mit einer Bekannten ins Kino (Mister Lonely auf English) und nen Weinchen trinken gegangen bin.
Dann hab ich noch gestern dummerweise am Wecker rumgefummelt so dass ich heute morgen eine Stunde ZU FRÜH auf der Arbeit war, weil ich zu spät gemerkt hab, dass ich zu früh dran war. Naja, hätte schlimmer kommen können...
Der Anfang meiner kurzen Woche ist jetzt auch schon rum, weil am Donnerstag flieg ich ja fürs verlängerte Wochenende nach Deutschland um mein Visum zu verlängern und wenn ich dann zurück komm zieh ich gleich in meine neue Bude. Dann ganz alleine. Uiuiui!
Haut alle mal rein!

Dienstag, 1. Juli 2008

Deeper underground

Da bin ich wieder. Meine erste Woche ist jetzt vorbei gegangen und damit hatte ich auch mein erstes Wochenende hier. Am Freitag bin ich mit Toby, meinem Mitbewohner, in die Clubs gezogen. Ähnlich wie ich es aus Deutschland kenne mit ein paar Unterschieden: Teurer, weniger Bier – mehr Vodka, harte Drogen, viele „coole“ Leute (mit Sonnebrillen oder auch kleinem Hündchen in der Handtasche, etc.) und hübschere Mädels. Der letzte Punkt hat aber eigentlich die ganzen schlechten Sachen davor wieder gut gemacht. Eine lustige Geschichte: Toby und ich habe 2 Mädels angesprochen als ein Typ von der Seite kommt und ganz grimmig schaut. Dann fängt er an uns weg zu schieben und als wir immer noch nicht Platz gemacht haben, hat er den Tisch gepackt, hoch gehoben und laut auf den Boden knallen lassen. Als ich gemerkt habe dass wir lachen mussten haben wir uns von den Affen entfernt, aber nicht um noch mit Kopfnicken ein Treffen mit den Mädels im Raum neben an zu vereinbaren. Da haben die uns noch erzählt, dass es nicht ihr Freund ist, oder so was. Lustig. Da wir aber erst so gegen 1 Uhr morgens los gezogen sind, ich dann wieder um 7 im Bett war und als ich mittags aufgewacht bin ein riesigen Kater hatte (der Vodka), habe ich den Rest den Tages auch im Bett verbracht. Am Abend bin ich dann zu Björn gegangen, den ich in letzten Sommer in Bangladesh getroffen hatte. Er macht seit dieser Woche auch ein Praktikum hier und wohnt mit seiner Freundin Sasha, die ich auch von daher kenne. Dort haben wir zu Abend gegessen und den Rest des Abends verbracht.

Am nächsten Tag wollte ich eigentlich ein wenig Sight-Seeing machen. Da es aber geregnet hatte, habe mich ich kurzfristig entschlossen eine besondere Tour zu machen. Ich habe mir ausführlich das Metro-System angeschaut. Das steht schon seit Stalins Zeiten und befördert jeden Tag mehr Leute als New York und London zusammen (Teilweise fühl ich mich wie in Tokyo, wo die Leute ja angeblich in die U-Bahn gedrückt werden). Hier die Bilder:









Am Abend bin ich dann mit Toby in eine Banja (russische Saune) gegangen, was sehr interessant war. Da sind nur Männer und es gibt einen riesigen Entspannungsbereich wo man mit fast nackt auf alten Lederbänken sitzt. Die Saune ist ca 120 Grad heiss und dort schlagen sie sich dauernd mit Zweigen auf die Haut, die vorher in verschiedenen Flüssigkeiten getränkt wurden, um die Durchblutung zu fördern. Sehr interessante Erfahrung!

Später haben wir uns dann das Finale wieder in der deutschen Botschaft angeschaut. Aber dazu kein Kommentar (so tief sitzt noch die Enttäuschung).

Und jetzt bin ich schon wieder mitten in der Arbeitswoche und die Zeit vergeht echt schnell, besonders wenn ich daran denke, dass ich das Wochenende nach dem kommenden ja wieder in Deutschland verbringe (um mein Visum zu verlaengern).

Solong...

Freitag, 27. Juni 2008

Finale!

Ok, zugegeben, die Chance war bei 75 % dass ich diesen Titel heute haette wahlen koennen. Den auch wenns halt nur Russland geschafft haette, haette ich mich gefreut. Leider wurde mein Herzenswunsch aber nicht erfuellt und wir spielen nicht gegen Russland im Finale (Fuer die Statistiker, die Chancen hierfuer waeren 25 % gewesen).

Vorgestern bin ich gleich nach der Arbeit mit meinem Mitbewohner Tobby nach Moskau in die Innenstadt gefahren und hab mir den Roten Platz und Kremlin angeschaut. Es war seehr beeindruckend vor dem Wahrzeichen von Moskau und eigentlich ganz Russland zu stehen. Da hab ich erst richtig gemerkt, dass ich in Russland bin.

(der rote Platz)

(ich salutiere)

Da ich wieder mal zu viel Zeit mit Foto schiessen verplempert habe mussten wir uns beeilen rechtzeitig zum Anstoss vor einem Fernseher zu sein. Geschaut (und gehoert) haben wir das Spiel dann in der deutschen Botschaft, mit deutschen Fernsehen, deutschen Bier, deutschen Fans und vor allem deutschem Sieg. War ein echt lustiger Abend, vor allem aber wegen dem Sieg.

(Tobby , mein Mitbewohner)
Gestern sind dann Tobby und ich erst essen gegangen (mit einem anderen ehemaligen EBSler und DHL Praktikant, wie Tobby auch einer war) und mit einer Freundin der beiden aus der Schweiz die aber auch schon lange in Moskau lebt. Diesmal war die Suche nach einem geeigneten Ort zum Fussball schauen nicht zo gluecklich. Die ganzen Lokale waren voll. Nirgends konnten wir rein, die Leute haben auch einfach auf der Strasse gestanden und durch das Fenster das Spiel beobachtet. Nach langem Hin-und-Her konnten wir dann die ganze 2. Halbzeit schaun. Wie ihr ja alle wisst, war das Ende leider nicht so gluecklich. Deshalb konnte ich auch nicht die erhofften Menschenmassen in der Innenstadt sehen. Trotzdem waren die meißten Russen gut drauf, denn sie sind ja schon weit gekommen.

Meine erste Arbeitswoche ist jetzt auch schon vorbei. Ich finde mein Praktikum bis jetzt ganz gut. Ich habe einen coolen Chef und ich glaube, dass ich ordentliche Sachen zu tun bekomme.

Grad hab ich das erste mal im russischen Supermarkt eingekauft (ok, mit Hilfe) und überraschend viele deutsche Produkte gesehen. Heut Abend gehts wahrscheinlich noch auf die Piste. Da hab ich auch schon geile Sachen gehört. Naja, mal sehn....

Mittwoch, 25. Juni 2008

Wo ist Niki?

So, ich habe schon gehört es wird gerätzelt wo ich mich denn gerade aufhalte. Hier die Lösung: Moskau, Russland. Genau. Da wo es eigentlich immer kalt ist und die Leute so verdammt unfreundlich sind...

Das ganze war schon eine Weile geplannt und nach 2 Wochen in Deutschland, in denen ich eigentlich nur gefaulenzt hab und die EM genossen hab, bin ich am Sonntag später Abend hier her geflogen. Was ich hier mache? Ein Praktikum bei DHL (den Päckchen-Leuten) für 2 Monate. Ja, ich weiß: verdammt aufregend!

Ich bin am Montag morgen nach ca 2 Stunden schlaf in Moskau angekommen. Bin mit Bus und Metro zu einem Hostel gefahren, was meine erste Anlaufstelle war. Leider hab ich es nicht gefunden und mir konnte auch niemand weiter helfen, hauptsächlich aus dem Grund, dass so gut wie niemand Englisch versteht, oder das zumindest behauptet. In Zukunft werde ich wohl eher Deutsch probieren. Danach bin ich wieder mit der UBahn und allen Koffern zum nächsten Hostel und das habe ich dann auch gefunden (das Adresssystem enthält hier viele Ausnahmen!). Dort habe ich allerdings 2 Stunden in der Lobby verbracht, weil ich dachte verstanden zu haben, dass ich warten soll. Nachdem ich aber mehr und mehr genvert hat, wurde jemand angerufen der mir dann ein Zimmer geben konnte. Die letzten 2 Nächte habe ich also in einem Dormroom mit 3 anderen Betten verbracht. In der ersten Nacht hat dann einer bei mir übernachtet, der aus Österreich nach HongKong mit dem Fahrrad fährt und hier in Moskau einen Zwischenstop macht. Und letzte Nacht habe ich das Zimmer mit einem Russen geteilt, der kein Englisch sprach. Und mit dem hatte ich auch sehr viel Spass weil wir nur mit Händen und Füßen und einen winzigen Wörterbuch "geredet" haben.

Mein Praktikum war die ersten beiden Tage auch sehr interessant. Die meißte Zeit habe ich mich noch eingelesen und Sachen über DHL gelernt (heute war ich 2 Stunden in einer art Sorttier und Lagerhalle für Päckchen und Packete). Mit meinem Boss versteh ich mich recht gut (er ist Israeli) und hier sprechen doch die meißten Englisch (was wie gesagt eine krasse Ausnahme in Russland ist).

So viel jetzt erstmal. Ich melde ich natürlich wieder in den nächsten Tagen mit weiteren Berichten. Drückt Schlaand die Daumen heut Abend!!